Überblick - Kalmenhof

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Der Kalmenhof


Überblick

DieAbb .1: Der Kalmenhof (Quelle: C. Frohn)


Das Foto aus den späten fünfziger Jahren (Abb. 1) gibt über die wichtigsten historischen Gebäude und Bereiche des Kalmenhofes einen Überblick:

1. Gutshaus und "Rosenhaus"
2. Wirtschaftsgebäude und Turnhalle
3. Mädchen- und Knabenhaus
4. Altenheim
5. "Sternenhaus" und "Buchenhaus"
6. Krankenhaus und Liegehalle
7. Verwaltungsgebäude und Wäscherei
8. Hofgut Gassenbach und Gärtnerei
9. Max-Kirmsse-Schule
10. Gräberfeld und Gedenkstätte

Bis 1933 wird der Kalmenhof von einem privaten Trägerverein geführt. Durch kluge Vereinsführung und großzügige finanzielle Unterstützung aus den Reihen des Frankfurter Bürgertums kann der 1888 erworbene "Calmenhof" zu einer großen Heilerziehungsanstalt mit eigener Landwirtschaft expandieren. Neben der Landwirtschaft auf dem Eigengelände (21 ha) betreibt der Kalmenhof in dieser Zeit die Gutswirtschaft der 165 ha großen, angepachteten Staatsdomäne Hof Gassenbach.

Da in der Zeit des Nationalsozialismus der ehemalige Vorstand gewaltsam abgesetzt wird und 1945 die Vereinsführung ein "ausschließlich nationalsozialistisch geformtes Vereinsorgan" darstellt, wird 1948 die Auflösung des Trägervereins beschlossen. Der Kalmenhof und sein Vermögen fallen dem Kommunalverband des Regierungsbezirks Wiesbaden zu.

Nach der 1953 erfolgten Gründung des Landeswohlfahrtsverbandes Hessen, in dem die Bezirksverbände aufgehen, wird aus dem ehemaligen privaten Vereinsbesitz nun "LWV-Gelände" (Abb. 2).

Seit der Landeswohlfahrtsverband der Träger des Kalmenhofes und Eigentümer der Immobilien ist, kam es immer wieder zur Veräußerung von einzelnen Bereichen und Grundstücken. Im Jahr 2006 wurde das Gutshaus, das zum Ursprung der Anstalt gehört und dem Kalmenhof seinen Namen gab, an privat verkauft.

Die im November 2017 bekannt gewordenen Pläne, die historischen Gebäude "Turnhalle", "Sternenhaus" und auch "Rosenhaus" abzureißen, haben sich zwischenzeitlich leider konkretisiert.
Diese Gebäude wurden vom Frankfurter Architekten Simon Ravenstein entworfen, dessen Bauwerke im Großraum Frankfurt allesamt unter Denkmalschutz stehen, in Idstein jedoch nicht.


Abb. 2: Idstein 1953 mit dem ehemaligen privaten Kalmenhof-Besitz (grün markiert), nun "LWV-Gelände" (Quelle: C. Frohn)



Literatur

 

Wer sich mit der Geschichte des Idsteiner Kalmenhofes ausführlich beschäftigen möchte, dem seien folgende Publikationen empfohlen:

Christian Schrapper, Dieter Sengling (Hrsg.): "Die Idee der Bildbarkeit. 100 Jahre sozialpädagogische Praxis in der Heilerziehungsanstalt Kalmenhof". Frankfurt 1988 (vergriffen)

Vitos Kalmenhof (Hrsg.): "125 Jahre Kalmenhof. Facetten seiner Geschichte". Idstein 2013 (bebilderte Publikation mit Texten von Prof. Dr. Heiner Ullrich und Christel Lentz)

 
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